Energiesparen mit der Winterkirche

Gottesdienste von November bis Februar im Gemeindehaus

In zwei Gemeindeversammlungen ist im Oktober diskutiert worden, wie wir angesichts der explodierenden Energiekosten mit unseren beiden Kirchen verfahren können. Angesichts von zusätzlichen Heizkosten von 30.000€ für 2023 war die überwiegende Zahl der Gemeindemitglieder sicher, dass es gut ist, für eine begrenzte Zeit in den Gemeindehäusern Gottesdienst zu feiern und die Kirchen bei der für die Orgeln nötigen Grundtemperatur von 14°C zu belassen. Schließlich werden Energiekosten aus Kirchensteuermitteln bezahlt, und die kann man sinnvoller einsetzen, als sie „durch den Schornstein zu blasen“. Außerdem bieten Gottesdienste jenseits der Kirchenräume auch Möglichkeiten, etwas Neues im Blick auf Musik, Gottesdienstform und Predigt auszuprobieren.

Der Kirchenvorstand hat daraufhin in seiner Sitzung vom 10.10. 2022 entschieden, dass die Gottesdienste vom 13. 11. 2022 bis vorerst Ende Februar 2023 in den beiden Gemeindezentren stattfinden sollen. Ausgenommen sind die Weihnachtsgottesdienste und Konzerte. Die Nutzung der Kirchen für Trauerfeiern ist weiterhin möglich, allerdings kommt ein Energiekostenzuschlag zum Nutzungsentgelt hinzu.

I

Musikalische Andacht Friedhof Obernberg

Musikalische Andacht am Ewigkeitssonntag

Für Menschen, die am kommenden Sonntag, 20. November, die Gräber ihrer Lieben auf dem Friedhof am Obernberg besuchen, gibt es eine Gelegenheit zum Innehalten: In der Kapelle, die von Kerzen erleuchtet wird, musiziert Familie Triebke,  Pfn. Steffie Langenau hält eine Andacht und liest Trosttexte der Bibel.

 

Musikalische Andacht, 15 Uhr, Kapelle Obernbergfriedhof.

Seminar im Zentrum Lichtblicke „Der Tod und das Kind“

Veranstaltungsreihe „Der Tod und das Kind“ im Zentrum Lichtblicke

Über den Tod und die Trauer zu sprechen, das fällt vielen Menschen schwer. Noch größer sind die Hemmungen, wenn es um den Tod eines Kindes geht oder um die Überlegung, wie man mit dem eigenen Kind oder dem Enkelkind darüber spricht, dass unser Leben ein Ende hat. Die Veranstaltungsreihe bietet die Möglichkeit, sich diesem wichtigen Thema in einem geschützten Raum anzunähern. Die Abende können auch als Einzelveranstaltungen besucht werden.

Wie rede ich mit einem Kind über den Tod? – Horizonte-Abend

Gabriele Monath ist Koordinatorin für Ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit im Rahmen des Ambulanten Hospiz-und Palliativberatungsdienstes Lippe e.V.. Zusammen mit ehrenamtlich Mitarbeitenden berichtet sie über Möglichkeiten, auf kindgerechte Weise vom Sterben und von der Trauer zu sprechen. Anschließend ist Gelegenheit für Rückfragen und zur Diskussion.

Montag, 14. November, 18.00, Zentrum Lichtblicke an der Auferstehungskirche

 

„Wenn ich zu den Sternen aufblicke…“

Christiane Menzel hat ihre Berufung darin gefunden, Menschen, die trauern, zu beizustehen. Sie ist zertifizierte Trauerbegleiterin im Raum Herford, und ihr liegen besonders die Eltern von „Sternenkindern“ am Herzen. Das sind Kinder, die bereits vor, während oder kurz nach ihrer Geburt sterben. Sie berichtet an diesem Abend darüber, was sie mit diesen Eltern erlebt und was ihnen in ihrem Schmerz helfen kann.

Montag, 21. November, 18.00 Uhr, Zentrum Lichtblicke

 

„Eine Lücke, die sich nie schließt“ – Lesung

Esther Lorenz, Sängerin, hat sich in ihrer Biografie mit der schmerzhaften Erfahrung auseinandergesetzt, eigene Kinder zu verlieren.  „Da geht ein Kind, das uns hätte überleben sollen. Ein Kind, das vielleicht unsere Augen oder unsere kleinen Eigenarten weitergetragen hätte. Was bleibt, ist die Ambivalenz, trotz des Leids dem Leben in seiner Fülle wieder eine Chance zu geben. Zu fragen: ‚Gott, wie willst Du mein Leben füllen, in der unglaublichen Leere, die nun da ist?‘” Esther Lorenz liest ausgewählte Kapitel aus ihrem Buch und lässt uns so teilhaben an ihrer Trauer, an ihrem inneren Wachstum und an ihrer Hoffnung.

Montag, 28. November, 18 Uhr, Zentrum Lichtblicke

 

Josephsgeschichten

Josephsgeschichten
aus dem Koran, der Bibel und den
Josephsromanen von Thomas Mann

Am Sonntag, dem 13. November 2022, laden das Zentrum Lichtblicke an der Auferstehungskirche und der Landesverband Lippe zur letzten Veranstaltung der Reihe „Staunen Lernen Trauern – Konzerte im Rahmen des Jubiläumsjahres 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ein. Ab 16.00 Uhr geht es um „Josephsgeschichten“.
Eitelkeiten, Eifersucht, Trauer, Angst, Hass, und schließlich ein Happy End: Die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern bietet alle Zutaten für eine spannende Familiensaga. Der junge Joseph ist hochbegabt und selbstverliebt, es ist nachvollziehbar, dass dies bei seinen Brüdern Eifersucht, Wut und schließlich Mordlust weckt. In Ägypten, wohin ihn seine Brüder verkauft haben, wird Joseph zweiter Mann im Reich des Pharaos. Als kundiger Traumdeuter tut er sich hervor und trifft kluge Vorkehrung für die Bewältigung einer siebenjährigen Dürre, die, fast nebenbei, auch seine Ursprungsfamilie vorm Hungertod rettet. Die Brüder fürchten die Rache des Verstoßenen…
Die Josephsgeschichte ist ein gemeinsames Erbe von Judentum, Christentum und Islam. Sie ist beschrieben im Alten Testament, sie findet sich in der 12. Sure des arabischen Korans. Thomas Mann hat sie zwischen 1933 und 1943 ausgeweitet zu einem vierbändigen Weltszenario. – Friedrich Rückert, der Dichter der Kindertotenlieder, hat in den 1820er Jahren den arabischen Koran ins Deutsche übertragen. Die beste Methode, sich mit der Angst vor dem Fremden auseinanderzusetzen, besteht wohl darin, sich das Fremde vertraut zu machen. Die deutschen Textpassagen aus dem hebräischen Urtext des Alten Testamens stammen von Moses Mendelssohn, dem Freund Lessings und Begründer der Haskala, der jüdischen Aufklärung.
An diesem Nachmittag wird Nicole Lippold, in vielen Inszenierungen gefeierte Schauspielerin am Theater Bielefeld, Textpassagen aus dem Koran (Übertragung: Friedrich Rückert), der Bibel und den Romanen Thomas Manns rezitieren. Sie wird auf dem Klavier begleitet von Kirchenmusikdirektor Johannes Vetter, Organist der Evangelisch-Lutherischen Marienkirche Stiftberg zu Herford, der Stücke von u.a. Bill Evans, Herman Hupfeld, Arnold Schoenberg, Dimitrij Schostakowitsch und Jaromir Weinberger gewählt hat.

Sonntag, 13. November, 16 Uhr, Auferstehungskirche 
Eintritt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.
Karten: www.landesverband-lippe.de oder Kartenservice der „Lippischen Landes-Zeitung“ und an der Tageskasse

Christliche Meditation

Termine: freitags, 16.30 Uhr, 11./18./25. November und 2. Dezember, Zentrum Lichtblicke an der Auferstehungskirche
Kontakt: Renata Rose, Tel.: 0160 9444 6591

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“

Unter diesem Leitmotiv steht die neue Reihe zur christlichen Meditation, die im November beginnt. Renata Rose, ausgebildete Meditationsanleiterin, führt anhand biblischer Impulse in die Grundhaltung ein. Die Reihe steht Anfängern und Erfahrenen offen, und es können auch nur einzelne Veranstaltungen besucht werden.

 

 

Flohmarkt und Antiquariat für Äthiopien

Schnäppchen im Martin-Luther-Haus

„Weihnachten kommt immer so plötzlich!“ – Aber was passende Geschenke und Deko angeht, kann man ja schon einmal vorsorgen. Gelegenheit dazu ist beim großen Flohmarkt samt Antiquariat im Martin-Luther-Haus. Wer weiß, vielleicht stoßen Sie ja auf Dinge, die Sie gar nicht verschenken, sondern gleich selbst behalten möchten?

Der Erlös ist für die Äthiopienhilfe der Gemeinde bestimmt.

 

 

Samstag, 12. November, 11-16 Uhr, Martin-Luther-Straße 7

Kantatengottesdienst

Bach-Kantate im Gottesdienst

am 6. November

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“, heißt die Kantate von Johann Sebastian Bach, die am Sonntag, 6. November, 11 Uhr, in der Auferstehungskirche aufgeführt wird. Sie setzt sich mit den Möglichkeiten und den Grenzen menschlichen Tuns auseinander. Es musizieren Solisten, die Kantorei und Instrumentalisten unter der Leitung von Kantorin Astrid Röhrs. Predigt und Liturgie: Pfn. S. Langenau

Lichtblick-Konzert

Musik von Brahms bei Kerzenschein

Lichtblicke für die Ohren bietet das Konzert, das Johannes Pöld, Orgel, und Steffie Langenau, Lesungen, am Allerheiligentag in der von Kerzen erleuchteten Auferstehungskirche gestalten. Es erklingt Musik von Johannes Brahms im Wechsel mit Gedichten und kurzen Erzählungen; beides hilft, trübe Gedanken im November hinter sich zu lassen.

1. November, 18 Uhr, Auferstehungskirche

Eintritt frei

Ökumenische Vesper am Reformationstag

Reformationstag, 31. 10. 2022, 19.30 Uhr, Auferstehungskirche
Anschließend Wein bei Kerzenschein im Gemeindezentrum

„Verleih uns Frieden gnädiglich“

So heißt ein Lied, das im evangelischen und im katholischen Gesangbuch steht. Wie wird Frieden? Das fragen sich viele Menschen angesichts des Krieges in der Ukraine und an anderen Orten der Welt. Was kann der Glauben zum Frieden und zur Versöhnung beitragen? Welche Möglichkeiten haben Christinnen und Christen? Diesen Fragen gehen Pfr.i.R. Hans Breidbach und Pfn. Steffie Langenau in ihrer Dialogpredigt nach. Musikalisch wird der Gottesdienst von Sängerinnen und Sängern aus den Chören beider Gemeinden und von Dirk Kretschmer, Orgel, gestaltet. 

Kinder im Holocaust

Horizonte-Abend mit Historiker Franz Meyer

Wie haben Kinder die Zeit des Nationalsozialismus, die Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitbürger, die Trennung von Familien erlebt? Franz Meyer ist seit vielen Jahren im Gespräch mit John (Hans) Obermeyer, der als Kind der jüdischen Familie Obermeyer in Bad Salzuflen von seinen Eltern nach England geschickt wurde, um ihn vor der drohenden Deportation zu retten. Im Rahmen eines Horizonte-Abends wird Franz Meyer aus diesen Gesprächen berichten und für Fragen zu Verfügung stehen.

 

Montag, 17. Oktober, 18 Uhr, Zentrum Lichtblicke an der Auferstehungskirche